In Memoriam: Erwin Reis

*08.05.1950 - 23.12.2020

Erwin Reis

Über 20 Jahre hat Erwin den Sportverein Ebnit aufgebaut und weiterentwickelt.

Aus der etwas verrückten Idee, Islandpferde ins Ebnit zu holen, wuchs über die Jahre ein professioneller Reitbetrieb.

Spontan kaufte er vor 20 Jahren gleich vier Pferde auf einmal und „begeisterte“ damit seinen Freund Wolfgang Peter, der sich seine Pension nicht unbedingt als Betreiber eines Pferdehofs vorgestellt hatte. Aber wenn Erwin von einer Idee begeistert war, sah er nicht die Schwierigkeiten, sondern ging mit unbeirrbarem Optimismus an die Verwirklichung seiner Ziele. So wurden die ersten Isländer in Wolfgangs Schafstall einquartiert, der Schritt für Schritt und mit viel Eigenarbeit pferdetauglich gemacht wurde.

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Klar wurde, dass Pferdehaltung viel Wissen und Sorgfalt erfordert. Daher holte Erwin mit Heidi Dunst eine Fachfrau in den Betrieb. Jetzt konnte dem Reiternachwuchs professioneller Reitunterricht geboten werden. Um den Betrieb auch im Ebniter Winter aufrechtzuerhalten, wurde kurz darauf die Reithalle gebaut.

Über 100 Kinder erleben seitdem jedes Jahr wundervolle Isländertage im Ebnit. Bei Reitstunden und in den legendären Reitercamps genießen die Kinder die Natur, die Freiheit und den entspannten Umgang mit den Isländern. Die Kleinsten lassen sich beim ELKI-Reiten über den Platz schaukeln, die Größten sind erfolgreich bei Turnieren im ganzen Land.

Die ersten Generationen Reiterkinder sind den Isis nun bereits entwachsen. Sie arbeiten, studieren, haben sich vom Reitsport entfernt, oder auch nicht. Vielen ist wohl nicht bewusst, welchen Einfluss Erwin auf ihr Leben hatte. Etliche Kinder verbrachten und verbringen ihre ganzen Ferien am Hof. Fuhren morgens mit dem ersten Bus zum Stall und mit dem letzten zurück. Selbstbewusstsein, Miteinander, Freundschaft, Verantwortung und Liebe zur Natur durften sie im Ebniter Tal erleben und erlernen.

" Kindern eine Freude bereiten. "

Wie ein Kind konnte er sich für seine Pferde begeistern

Auch Erwin selbst liebte es auf seinen Isis durch´s Achtal zu galoppieren. Wie ein Kind konnte er sich für seine Pferde begeistern und nicht nur seine Augen strahlten, wenn er vom Galopp durch den Pulverschnee schwärmte.

Stück für Stück

Die größte Freude machte es ihm, Kindern Freude zu bereiten. Nie wollte er dafür Lorbeeren ernten, es reichte ihm zu wissen, dass die Kinder „a Gaudi“ haben. Wenn er etwas für andere auf die Beine gestellt hatte, egal ob ELKI-Reiten für Kleinkinder oder Feriencamps für die Teens, dann war er glücklich.

Stück für Stück lies Erwin den SV Ebnit wachsen. Sportheim, Hochseilgarten, Flying Fox, Bogenparcours wurden Teil des Projekts und Erwin plante und organisierte alles Nötige im Hintergrund.

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Erwin war immer jung

...bis zu seinem sehr plötzlichen Tod. An seinen Elan, seine Freude, seinen Unternehmungsgeist und Witz werden wir uns immer erinnern. Sein Lebenswerk hat das Ebnit geprägt und wird noch lange nachwirken. Er hinterlässt in unserem Verein eine riesige Lücke – wie viele Camps, Feste, Treffen und Turniere wird es brauchen, bis diese nicht mehr so gegenwärtig und schmerzhaft erscheint?

In großer Trauer nehmen wir Abschied von unserem Obmann und Freund wünschen allen seinen Freunden und vor allem auch seiner Familie die Kraft, diesen Verlust zu bewältigen.

Erwin, du bleibst uns unvergessen!

Deine SV-Ebnit Familie

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